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<title>Herr P. aus S. - Gedanken im Wandel der Zeit</title>
<link>http://www.psdoppelpunkt.de/blog/index.cfm</link>
<description>Herr P. aus S. wechselt die Perspektive</description>
<language>de-de</language>
<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 16:49:25+0200</pubDate>
<lastBuildDate>Sun, 13 Dec 2009 09:42:00+0200</lastBuildDate>
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<title>Das Buch der Erinnerungen</title>
<link>http://www.psdoppelpunkt.de/blog/index.cfm/2009/12/13/Das-Buch-der-Erinnerungen</link>
<description>
&lt;p&gt;V&amp;ouml;llig ersch&amp;ouml;pft lie&amp;szlig; sich Herr P. aus S. auf dem bequemen Sessel in seinem Arbeitszimmer fallen. Es war das Ende eines arbeitsreichen Tages. Viele Probleme waren aufgetaucht, sowohl privater&amp;nbsp; als auch beruflicher Natur. Aber vor allem die erneute Auseinandersetzung mit seiner Frau, die soeben in der K&amp;uuml;che stattgefunden hatte, beeintr&amp;auml;chtigten seine Stimmung sehr. Der Alltag hatte nun schon seit Jahren in ihre Beziehung Einzug gehalten und mit ihm eine Gef&amp;uuml;hlsk&amp;auml;lte die immer unertr&amp;auml;glicher wurde. Im besten Fall lebten beide monoton nebeneinander her ohne viel miteinander zu reden. Im schlimmsten Fall, und das passierte sehr oft,&amp;nbsp; stritten sie sich lauthals.&amp;nbsp; Nun standen beide kurz vor der Trennung. Der Streit vorhin in der K&amp;uuml;che hatte erstmals mit der beidseitigen Erkl&amp;auml;rung geendet, dass die Ehe geschieden werden soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was war blo&amp;szlig; geschehen? Was war mit der gro&amp;szlig;en Liebe geschehen, die sie sich damals geschworen hatten und die bis in alle Ewigkeit w&amp;auml;hren sollte?&amp;nbsp; Jetzt, da das Thema &amp;bdquo;Scheidung&amp;ldquo; so greifbar nahe war, wusste Herr P. mit aller Deutlichkeit, dass er seine Frau nicht verlieren wollte. Er liebte sie immer noch!&amp;nbsp; Herr P. st&amp;uuml;tzte seine Ellenbogen auf den&amp;nbsp; Schreibtisch und vergrub seinen Kopf in seinen H&amp;auml;nden.&amp;nbsp; Er konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Alles drehte sich nur noch. Verkrampft suchte&amp;nbsp; er nach M&amp;ouml;glichkeiten seine Ehe zu retten. Schlie&amp;szlig;lich war er ein hoch gebildeter und aufgeschlossener Mann, dem es jederzeit m&amp;ouml;glich war, L&amp;ouml;sungen f&amp;uuml;r Probleme aller Art zu finden.&amp;nbsp; All die B&amp;uuml;cher hatte er gelesen.&amp;nbsp; Die gro&amp;szlig;en Philosophen, Anthropologen, Naturwissenschaftler, Psychologen, Dichter und Denker reihten sich fein s&amp;auml;uberlich in seinen zahlreichen B&amp;uuml;cherregalen, auf die er nun einen Blick warf. &amp;bdquo;So viele B&amp;uuml;cher &amp;ndash; alle habe ich gelesen &amp;ndash; und doch sitze ich nun hier und wei&amp;szlig; nicht mehr ein noch aus&amp;ldquo;, dachte Herr P.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;Da fiel sein Blick auf einen Buchr&amp;uuml;cken, der offensichtlich zu einem Buch geh&amp;ouml;ren musste, das sich hierhin verirrt hatte.&amp;nbsp; Der Buchr&amp;uuml;cken wirkte hell und freundlich. Dicke rote Bl&amp;uuml;ten von Mohnblumen waren darauf zu erkennen. Herr P. ging zum Regal und zog das Buch heraus.&amp;nbsp; &amp;bdquo;Ach ja, das ist ja mein altes Fotoalbum&amp;ldquo;, dachte er. Nein, dieses Buch geh&amp;ouml;rte nun wirklich nicht in dieses B&amp;uuml;cherregal. Es geh&amp;ouml;rte in den Wohnzimmerschrank, irgendwo zwischen der Weihnachts- und Osterdekoration, die seine Frau dort im obersten&amp;nbsp; Klapp-Fach verstaut hatte&amp;nbsp; und wo man nur mit Trittleiter hingelangen&amp;nbsp; konnte&amp;nbsp; weil es so hoch war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr P. ging mit dem Fotoalbum zum Schreibtisch,&amp;nbsp; lie&amp;szlig; sich dort nieder und begann zu bl&amp;auml;ttern. Auf den ersten Seiten fand er Bilder von sich, auf denen er noch ein kleiner, unbeschwerter Junge war.&amp;nbsp; &amp;bdquo;Ja, das waren noch Zeiten&amp;ldquo;, dachte er. Damals wusste er noch nicht, wie die Welt funktioniert. Er hatte noch nichts gewusst von Urknall-Theorie, Evolutionsgeschichte und sonstigen Wissenschaften, geschweige denn von Adam und Eva.&amp;nbsp; So konnte er unbeschwert den Tag genie&amp;szlig;en und nur so war es ihm m&amp;ouml;glich, dieses L&amp;auml;cheln in seinem Gesicht zu erzeugen, dass frei war von jedem Konzept und jeder Strategie. Er l&amp;auml;chelte, weil das Leben ihm Freude machte und nicht, um jemanden mit meinem Charme beeindrucken zu wollen. Es war eine Lebensfreude, wie sie nur ein unschuldiges Kind empfinden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&amp;bdquo;Unschuldiges Kind?&amp;ldquo; Herr P. stolperte &amp;uuml;ber seine eigenen Gedanken. &amp;bdquo;Heute bin ich aber doch immer noch unschuldig. Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen &amp;ndash; niemals!&amp;ldquo; Dennoch musste es aber doch etwas gegeben haben, dass sich grundlegend in der Zeit des Erwachsenwerdens ver&amp;auml;ndert hatte.&amp;nbsp; Der Blick des Herrn P. fiel wieder auf das B&amp;uuml;cherregal. &amp;bdquo;Diese B&amp;uuml;cher hatte ich alle noch nicht gelesen&amp;ldquo;, dachte Herr P. Nun versuchte er sich vorzustellen, er k&amp;ouml;nne all sein Wissen f&amp;uuml;r einen Moment vergessen, denn er wollte sich noch einmal so f&amp;uuml;hlen wie damals als kleiner Junge, der noch dieses nat&amp;uuml;rliche, ehrliche&amp;nbsp; L&amp;auml;cheln zustande bringen konnte. Es funktionierte tats&amp;auml;chlich!&amp;nbsp; Herr P. erinnerte sich an die Zeit, als er noch keine Theorien kannte. Seine ganze Erfahrungswelt beschr&amp;auml;nkte sich auf sein eigenes, unmittelbares Erleben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr P. erinnerte sich an das Steh-Auf-M&amp;auml;nnchen, das ihn als Kind so sehr ins&amp;nbsp; Staunen versetzt hatte.&amp;nbsp; Immer wieder hatte er es umgeworfen und jedes Mal stand es wieder auf, als w&amp;auml;re es auf seine Weise lebendig. Es war wie ein Zauber gewesen, den das M&amp;auml;nnchen umgeben hatte. Das Kind hatte in diesem Zauber eine magische Kraft versp&amp;uuml;rt die in den Dingen wohnte und sie belebte.&amp;nbsp; Doch dann kam Onkel Karl. Er kniete sich vor das spielende Kind,&amp;nbsp; nahm das M&amp;auml;nnchen&amp;nbsp; und sagte: &amp;bdquo;So, jetzt werde ich Dir mal zeigen wie sich das mit dem Zauber in Wirklichkeit verh&amp;auml;lt&amp;ldquo;. Scheinbar gef&amp;uuml;hllos drehte Onkel Karl das M&amp;auml;nnchen an seinem Schraubgewinde in der Mitte seines Bauches auf, entfernte die&amp;nbsp; darin liegende Gewicht-Kugel und schraubte die beiden Teile wieder zusammen.&amp;nbsp; &amp;bdquo;Versuch&amp;acute;s jetzt mal!&amp;ldquo;, forderte er den kleinen Jungen auf. Der Junge schubste wie gewohnt das M&amp;auml;nnchen um. Aber&amp;hellip;..es stand nicht mehr auf. Wie auch, da ihm die Kugel entfernt wurde.&amp;nbsp; Onkel Karl erkl&amp;auml;rte dem Jungen die physikalische Wirkung, die dem Zauber zugrunde lag, klopfte ihm auf die Schulter und ging davon. Entzaubert war jetzt nicht nur das Steh-Auf-M&amp;auml;nnchen, sondern vor allem der kleine Junge.&amp;nbsp; &amp;bdquo;Keine Magie!, nichts mehr zum Staunen!&amp;ldquo;. Der Junge war sehr traurig. Es f&amp;uuml;hlte sich f&amp;uuml;r ihn so an wie ein Hineinwachsen in eine Welt, die er sich so nicht gew&amp;uuml;nscht h&amp;auml;tte. Aber er musste der n&amp;uuml;chternen Realit&amp;auml;t ins Auge schauen und erwachsen werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr P. weinte, als er&amp;nbsp; nun diese Erinnerung in sich wach rief. Er f&amp;uuml;hlte in sich den starken Wunsch, &amp;uuml;ber den Zauber wieder staunen zu k&amp;ouml;nnen. Dieser Wunsch f&amp;uuml;hlte sich gut an. Er gab seinem Herz viel Kraft und Energie, die durch seinen ganzen K&amp;ouml;rper hindurch str&amp;ouml;mte bis hin in seinem Kopf, wo er eine Mischung aus Druck und Kribbeln verursachte. Dann stand Herr P. pl&amp;ouml;tzlich und unvermittelt auf, ging in die K&amp;uuml;che zu seiner Frau, umarmte sie st&amp;uuml;rmisch ohne Vorwarnung und k&amp;uuml;sste sie leidenschaftlich. Seine Frau war zun&amp;auml;chst sehr &amp;uuml;berrascht, lie&amp;szlig; sich dann&amp;nbsp; aber doch von Herrn P.&amp;acute;s Leidenschaft forttragen in eine Welt der Gef&amp;uuml;hle, in der so manches m&amp;ouml;glich ist, was im Erwachsenen-Alter in Vergesseinheit geraten ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PS: Als Herr P. sp&amp;auml;ter am Abend in den Spiegel sah erkannte er darin ein L&amp;auml;cheln, das mit&amp;nbsp; freundlicher Gesinnung und authentischer Nat&amp;uuml;rlichkeit an das L&amp;auml;cheln des kleinen Jungen auf dem Foto erinnerte.&lt;/p&gt;
</description>
<category>Gedanken im Wandel der Zeit</category>
<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 09:42:00+0200</pubDate>
<guid>http://www.psdoppelpunkt.de/blog/index.cfm/2009/12/13/Das-Buch-der-Erinnerungen</guid>
</item>
<item>
<title>Ein Hausmeister geht in Rente </title>
<link>http://www.psdoppelpunkt.de/blog/index.cfm/2009/3/4/Ein-Hausmeister-geht-in-Rente</link>
<description>
&lt;p&gt;Ein Tag mit ganz merkw&amp;uuml;rdigen Eindr&amp;uuml;cken neigte sich dem Ende zu. Heute hatte in dem Unternehmen, f&amp;uuml;r das Herr P. aus S. arbeitete, eine Betriebsversammlung statt gefunden. &lt;br /&gt;
Unter anderem stand auf der Tagesordnung: &amp;bdquo;Verabschiedung von Herrn. Krause&amp;ldquo;.&amp;nbsp; &amp;bdquo;Herr Krause? Kenn ich nicht. Wer ist das denn?&amp;ldquo;, hatte sich Herr P. gefragt.&amp;nbsp; Au&amp;szlig;erdem sollte den Mitarbeitern die neue Kollegin in der F&amp;uuml;hrungsabteilung vorgestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr P. hatte &amp;uuml;berhaupt keine Lust auf diese Versammlung, die erfahrungsgem&amp;auml;&amp;szlig; immer &amp;auml;u&amp;szlig;erst langweilig verliefen. Gleichzeitig freute er sich aber auch, seinem &amp;ouml;den Schreibtisch f&amp;uuml;r ein par Stunden der bezahlten Arbeitszeit nicht sehen zu m&amp;uuml;ssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als alle Kolleginnen und Kollegen im gro&amp;szlig;en Saal versammelt waren, wurde zun&amp;auml;chst die neue Mitarbeiterin in der oberen Etage vorgestellt. Frau Schmid, war Ihr Name. Ihre Erscheinung verwirrte Herrn P. ein wenig. Sie sah &amp;uuml;berhaupt nicht so aus,&amp;nbsp; wie eine F&amp;uuml;hrungskraft seiner Meinung nach auszusehen hat. Sie wirkte auf ihn v&amp;ouml;llig unscheinbar, wie eine kleine graue Maus. Ihre Kleidung war einfach und langweilig, &amp;uuml;berhaupt nicht elegant. Geschminkt war sie auch nicht, womit sie ihre weichen Gesichtsz&amp;uuml;ge doch sicherlich ausdrucksstark h&amp;auml;tte akzentuieren k&amp;ouml;nnen, wie es Herr P. von Frauen in derartigen Positionen gewohnt war. H&amp;auml;tte man diese Frau als neue Mitarbeiterin in der Kantine vorgestellt, so w&amp;auml;re Herr P. weniger verwundert und irritiert gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sich herausstellte, sollte es die erste &amp;ouml;ffentliche Amtshandlung dieser Frau sein, auf eben jener Betriebsversammlung Herrn Krause offiziell zu verabschieden. &amp;bdquo;Aha!&amp;ldquo;, dachte Herr P. &amp;bdquo;Jetzt erfahre ich auch mal, wer dieser Krause ist.&amp;ldquo; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Schmid erz&amp;auml;hlte von einem Mann, der, aufgrund von Aussagen seiner Kollegen,&amp;nbsp; Jahrzehnte lang mit gro&amp;szlig;er Kompetenz und Einsatzbereitschaft seinen Aufgaben nachgegangen ist. Durch seine Arbeit&amp;nbsp; wurden alle anderen Mitarbeiter des Unternehmens in die Lage versetzt, in einem effektiven und funktionierenden Umfeld ihre Aufgaben reibungslos wahrnehmen zu k&amp;ouml;nnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Ausf&amp;uuml;hrungen wurden f&amp;uuml;r Herrn P. immer dubioser. Er konnte sich nicht vorstellen, in welcher Abteilung dieser Herr Krause gearbeitet haben sollte. Dann kam endlich des R&amp;auml;tsels L&amp;ouml;sung: &amp;bdquo;Somit verabschieden wir heute Herrn Krause. Er ist ein Hausmeister mit Leib und Seele,&amp;ldquo; sagte Frau Schmid. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausmeister mit Leib und Seele? Gro&amp;szlig;e Kompetenz und Einsatzbereitschaft? Gew&amp;auml;hrleistet ein effektives und funktionierendes Arbeitsumfeld?&amp;nbsp; Herr P. brauchte einen Moment, um die verschiedenen Informationen in einen zusammenh&amp;auml;ngenden Kontext zu bringen. &lt;br /&gt;
&amp;bdquo;Wow!&amp;ldquo;, bemerkte er dann bewundernd. &amp;bdquo;Die Frau hat ja Recht!&amp;ldquo;. In Gedanken versuchte er sich vorzustellen, wie das Unternehmen heute wohl da stehen w&amp;uuml;rde, wenn Herr Krause seine Arbeit nicht gemacht h&amp;auml;tte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als er sich sp&amp;auml;ter wieder in seinem B&amp;uuml;ro befand, bemerkte er, dass die Heizung lief. Das Licht brannte. Zum ersten mal bemerkte er bewusst den ordentlich verlegten Kabelkanal an der Fu&amp;szlig;leiste und erinnerte sich an den Kabelsalat bei ihm zu Hause hinter seinem Schreibtisch, auf dem sein Computer stand. Er schaute sich aufmerksam die Jalousie an, die er sehr oft bet&amp;auml;tigte, weil sich der Raum auf der S&amp;uuml;dseite des Geb&amp;auml;udes befand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
F&amp;uuml;r Herrn P. war es immer eine Selbstverst&amp;auml;ndlichkeit gewesen, dass diese Dinge gew&amp;auml;hrleistet sind. Nie hatte er an einen Menschen gedacht, der hinter dies bewerkstelligt. Klar, Herr Krause hat in den B&amp;uuml;ros immer nur dann gearbeitet, wenn Herr P. schon Feierabend hatte oder im Urlaub war. Er war ihm nie pers&amp;ouml;nlich begegnet. &lt;br /&gt;
Pl&amp;ouml;tzlich dachte Herr er an eine Vielzahl von Menschen, die ihre Arbeit machten, von der er selbst profitierte, sie aber nie zu Gesicht bekam. Die Leute von der M&amp;uuml;llabfuhr, die Brieftr&amp;auml;ger, die Stra&amp;szlig;enkehrer, die Leute von den Putzkolonnen, und viele mehr. &lt;br /&gt;
Ohne sie je gesehen zu haben empfand Herr P. nun eine gro&amp;szlig;e Dankbarkeit f&amp;uuml;r diese Menschen die Arbeiten verrichteten, f&amp;uuml;r die er sich selbst nicht hergeben wollte.&amp;nbsp; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;PS.&lt;/strong&gt; Auf seinem Heimweg kam Herrn P. die unscheinbare Frau Schmid in ihrer neuen F&amp;uuml;hrungsposition wieder in den Sinn. &amp;bdquo;Klasse Frau!&amp;ldquo;, dachte er.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Gedanken im Wandel der Zeit</category>
<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 16:10:00+0200</pubDate>
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<title>Gute Vorsätze, oder: Herr P. aus S. entdeckt die Liebe </title>
<link>http://www.psdoppelpunkt.de/blog/index.cfm/2008/12/19/Gute-Vorstze-zur-Jahreswende</link>
<description>
&lt;p&gt;In letzter Zeit hatte Herr P. aus S. sich immer wieder Gedanken dar&amp;uuml;ber gemacht, was ihm gut tut und was ihm nicht gut tut. In erster Linie handelte es sich dabei um Gef&amp;uuml;hle, die mit gewissen Situationen einher gingen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Als passionierter B&amp;uuml;rokrat hatte er sogar eine Tabelle erstellt. &amp;bdquo;Gut&amp;ldquo; und &amp;bdquo;B&amp;ouml;se&amp;ldquo; lauteten die &amp;Uuml;berschriften der beiden Spalten. Damit verfolgte Herr P. die Absicht, beide Gef&amp;uuml;hls-Dimensionen&amp;nbsp; genauestens voneinander zu trennen und sich im neuen Jahr ganz und gar auf die guten Gef&amp;uuml;hle zu fokussieren. Die&amp;nbsp; B&amp;ouml;sen, bzw. Schlechten, wollte er auf diese Weise&amp;nbsp; nach und nach ganz aus seinem Leben verbannen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Als Herr P. sich die Tabelle nun so anschaute kamen ihm unwillk&amp;uuml;rlich Erinnerungen an seinen letzten Urlaub in den Sinn, den er auf Bali verbracht hatte.&lt;br /&gt;
Ganz fasziniert hatte er einen Schaukampf zwischen dem guten Gott Barong und der b&amp;ouml;sen G&amp;ouml;ttin Rangda verfolgt. Selbstverst&amp;auml;ndlich war er davon ausgegangen, dass der gute Barong gewinnen w&amp;uuml;rde und war ganz verwirrt, als der Kampf unentschieden ausgegangen war.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&amp;bdquo;Aber einer mu&amp;szlig; doch gewinnen!&amp;ldquo; hatte er vor sich hin gemault. Er hatte es kaum ertragen k&amp;ouml;nnen, dass an seinem inneren&amp;nbsp; Weltbild derart ger&amp;uuml;ttelt wurde.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Sein Bild von der Welt&amp;nbsp; sah so aus, dass das Gute immer &amp;uuml;ber das B&amp;ouml;se siegen w&amp;uuml;rde. So wurde es ihm ja schon als kleines Kind gelehrt, in den M&amp;auml;rchen, die immer ein Happy End hatten.&amp;nbsp; Und auch heute noch mochte er keine Filme oder Romane oder sonstige Geschichten, in denen das B&amp;ouml;se siegte, oder schlimmer noch, es sich gar um ein offenes Ende handelte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Nicht zuletzt wurde ihm dieses Bild Weltbild auch von der Kirche best&amp;auml;tigt. Immerhin hatte Herr P. eine ordentliche, katholische Erziehung genossen.&lt;br /&gt;
Na ja, genossen hatte er es eigentlich nicht gerade. Es war eher seine Mutter gewesen, die ihn da hin geschickt hatte, damit aus ihm ein &amp;bdquo;ordentlicher Mensch&amp;ldquo; wird. F&amp;uuml;r ihn selbst war es mehr eine unangenehme Pflicht gewesen, all die Gebete und Lieder&amp;nbsp; auswendig lernen zu m&amp;uuml;ssen, damit er sie im Gottesdienst sch&amp;ouml;n mit der Gemeinde runter rasseln konnte.&lt;br /&gt;
Aber immerhin: Damit hatte er sich selbst vor der Kirchengemeinde (und vor seiner Mutter)&amp;nbsp; als braves Mitglied des &amp;bdquo;rechten Weges&amp;ldquo; erweisen&amp;nbsp; k&amp;ouml;nnen&amp;nbsp; und sich somit die gesellschaftliche Ehrbarkeit und Anerkennung innerhalb der Gemeinde erworben, woran ihm (oder seiner Mutter?) doch so viel gelegen hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Dieses&amp;nbsp; christlich-katholisch gepr&amp;auml;gte Weltbild von Herrn P., in dem das Gute &amp;uuml;ber das B&amp;ouml;se siegt, so wie Jesus eben dem Teufel widersteht,&amp;nbsp; stand nun&amp;nbsp; ganz im Gegensatz zum Weltbild der balinesischen Hindu-Dharma-Religion, in der das Gleichgewicht zwischen beiden Kr&amp;auml;ften dargestellt&amp;nbsp; wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr P. rief sich die Geschichte der Begegnung des guten Jesus mit dem b&amp;ouml;sen Teufel noch mal in Erinnerung:&amp;nbsp; &lt;br /&gt;
&amp;bdquo;In der ber&amp;uuml;hmten Versuchungsgeschichte erz&amp;auml;hlt die Bibel, wie Jesus selbst dem Teufel begegnet. Es ereignet sich in der W&amp;uuml;ste, der Teufel f&amp;uuml;hrt Jesus auf einen hohen Berg. Dort zeigt er ihm alle &amp;quot;Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit&amp;quot;, wie es im Matth&amp;auml;usevangelium hei&amp;szlig;t. Der Teufel sagt: &amp;quot;Das alles will ich dir geben, wenn du niederf&amp;auml;llst und mich anbetest.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Jesus aber h&amp;auml;lt dem B&amp;ouml;sen ein Zitat aus der Bibel entgegen: &amp;quot;Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen!&amp;quot; Damit war die Pr&amp;uuml;fung bestanden und der Teufel verlie&amp;szlig; ihn.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Ein aufregender Gedankenblitz durchzuckte Herrn P.:&amp;nbsp; &amp;bdquo;Was war es denn nun wirklich, das den Teufel beschwichtigt hat ?&amp;ldquo;&lt;br /&gt;
Immerhin stand da nichts geschrieben, dass der b&amp;ouml;se Teufel sich der &amp;uuml;berm&amp;auml;&amp;szlig;igen St&amp;auml;rke des guten Jesus gebeugt h&amp;auml;tte. Die Rede handelte einzig und allein davon, nur Gott dem Herrn zu dienen. Und dass es auf der Welt nur einen einzigen Gott gibt, ob nun auf Bali oder sonst wo, das wusste Herr P.&amp;nbsp; immerhin sehr genau. &amp;bdquo;Und f&amp;uuml;r&amp;nbsp; was steht nun dieser Gott in allen Religionen weltweit?&amp;ldquo; fragte er sich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&amp;bdquo;Die Liebe !...Ist doch klar !&amp;ldquo; brach es aus Herrn P. heraus.&amp;nbsp; &amp;bdquo;Dann war sie es auch, die den Teufel beschwichtigt hatte.&amp;ldquo;&amp;nbsp; So passte denn nun auch alles wieder in sein Weltbild.:&lt;br /&gt;
&amp;bdquo;Gott liebt einfach,&amp;hellip;..alles und jeden,&amp;nbsp; Rangda und Barong gleicherma&amp;szlig;en. Er macht keinen Unterschied zwischen Gut und B&amp;ouml;se, richtig und falsch, statt dessen vereinigt er sie in der Rolle des Vaters beider Rivalen. &lt;br /&gt;
Gott (die Liebe!) ist das scheinbar fehlende Bindeglied zwischen allem, was der Mensch in seinem grenzenlosen Separatismus fein s&amp;auml;uberlich von einander getrennt hat. Sie fehlt aber eben nur &amp;bdquo;scheinbar!&amp;ldquo;, weil ICH die Liebe&amp;nbsp; in Grenzen hinein gezwungen habe.&amp;nbsp; Eben jene Grenzen, die jeder einzelne Mensch ganz eigenm&amp;auml;chtig und individuell-subjektiv, je nach Herkunft und moralischer&amp;nbsp; Erziehung in Gut und B&amp;ouml;se, angenehm und unangenehm eingeteilt hat&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
&amp;bdquo;Puh&amp;hellip;.das erkl&amp;auml;rt nat&amp;uuml;rlich vieles&amp;ldquo;&amp;hellip;dachte Herr P. Bisher hatte er&amp;nbsp; noch nicht verstanden gehabt, warum die Menschen weltweit so unterschiedlich sein konnten in Sachen Moral und Gesinnung&amp;hellip;&amp;hellip;Gro&amp;szlig;e Welten rund um den Erdball, ....kleine Welten innerhalb seiner erfahrbaren Umwelt,...... und noch kleinere Welten, innerhalb seiner selbst.&lt;br /&gt;
Etwas schamhaft musste Herr P. sich sogar eingestehen, dass er selbst die Liebe auf eine Romanze zwischen Mann und Frau reduziert hatte.&amp;nbsp; Das schien ihm aber&amp;nbsp; nach kurzer &amp;Uuml;berlegung&amp;nbsp; durchaus verzeihbar&amp;hellip;..hatte er es doch &amp;uuml;berall in den M&amp;auml;rchen und Filmen und sonstigen Medien ausschlie&amp;szlig;lich so gelernt. Einen dar&amp;uuml;ber hinaus gehenden Aspekt hatte er bisher immer als kitschig-sentimental abgeurteilt. &amp;bdquo;Was f&amp;uuml;r ein dramtischer Fehler&amp;ldquo;&amp;hellip;..&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;
Nun fiel der Blick des Herrn P. wieder auf seine Tabelle, f&amp;uuml;r die er sich so viel M&amp;uuml;he gegeben hatte und die immer noch lange nicht vollst&amp;auml;ndig war.&lt;br /&gt;
Mit einem gro&amp;szlig;en Gef&amp;uuml;hl der Erleichterung nahm er das St&amp;uuml;ck Papier, zerri&amp;szlig; es in zwei H&amp;auml;lften und warf sie in das lodernde Feuer, das warm im Kamin neben ihm brannte. &lt;br /&gt;
Herr P. beobachtete, wie die Papierfetzen sich entflammten und sich in staubige Asche verwandelten. Er nahm den Sch&amp;uuml;rhaken und stocherte in der hei&amp;szlig;en Glut, bis schlie&amp;szlig;lich die Asche des Papiers nicht mehr von der Asche des Feuerholzes zu unterscheiden war und kehrte an seinen Schreibtisch zur&amp;uuml;ck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;P.S.&amp;nbsp;&lt;/strong&gt; Anstelle der Fortsetzung der Tabelle schrieb er als &amp;Uuml;berschrift auf das vor ihm liegende Blatt&amp;nbsp; Papier den Titel:&amp;nbsp; &amp;bdquo;Wie Jesus im Teufel seinen Bruder erkannte&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Gedanken im Wandel der Zeit</category>
<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 16:01:00+0200</pubDate>
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<title>Es weihnachtet ...</title>
<link>http://www.psdoppelpunkt.de/blog/index.cfm/2008/11/29/Es-weihnachtet-</link>
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&lt;p&gt;Wie jedes Jahr um diese Zeit, wenn die Tage kurz und die N&amp;auml;chte immer l&amp;auml;nger werden, machte sich Herr P. aus S. Gedanken, was er denn nun seiner Frau zu Weihnachten schenken k&amp;ouml;nnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hatte schon seit einigen Tagen in diversen Zeitschriften, Prospekten, Schaufenstern und auch im Internet herumgest&amp;ouml;bert. Hier und da waren auch ein par Dinge dabei, die ihr wahrscheinlich gefallen k&amp;ouml;nnten. Diese dienten jedoch meist zur Erleichterung der Hausarbeit, die sie tagein tagaus verrichtete.&amp;nbsp; Aber gerade dieser Umstand gefiel Herrn P. nicht !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wollte ihr keine Freude machen, mit der er ihr die Arbeit erleichtern konnte, die sie notgedrungen erledigte&amp;hellip;&amp;hellip;zum gro&amp;szlig;en Teil f&amp;uuml;r ihn erledigte !!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlie&amp;szlig;lich wusste er ja, dass sie f&amp;uuml;r ihn den deftigen Braten in den Ofen schieben w&amp;uuml;rde, der in dem angebotenen, schick aussehenden und funktionell erscheinenden Bratgef&amp;auml;&amp;szlig; sicher sehr lecker schmecken w&amp;uuml;rde. &amp;hellip;.seine Frau legte gar keinen Wert auf&amp;nbsp; Fleisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es waren seine Hemden, die sie mit dem neumodischen Dampfb&amp;uuml;geleisen unter erleichterten Bedingungen w&amp;uuml;rde b&amp;uuml;geln k&amp;ouml;nnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;bdquo;Warum muss die Frau denn auch immer so wunschlos sein ?&amp;ldquo;&amp;hellip;.fragte sich Herr P. &lt;br /&gt;
&amp;bdquo;Warum wei&amp;szlig; Sie den Wert von edlen Schmuck oder Parfum nicht zu sch&amp;auml;tzen ? Wieso muss ihr einziges Hobby ausgerechnet der Chorgesang sein, wof&amp;uuml;r man keine weiteren Utensilien braucht&amp;hellip;?&amp;ldquo;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Herr P. sie mal fragte, was sie sich&amp;nbsp; w&amp;uuml;nschte, bekam er immer nur Dinge genannt, die man f&amp;uuml;r Geld nicht kaufen kann:&amp;hellip;.das klassische &amp;bdquo;Gl&amp;uuml;ck und Gesundheit&amp;ldquo;. &amp;bdquo;Na toll&amp;ldquo;&amp;hellip;gab Herr er dann jedes mal&amp;nbsp; zur Antwort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwann hatte Herr P. dann eine Idee zu einer ganz anderen Herangehensweise an die Frage nach dem richtigen Geschenk:&amp;nbsp; &amp;bdquo;Wenn sie mir nicht&amp;nbsp; sagt, was ich ihr schenken kann, dann schenke ich ihr einfach das, was ICH ihr gerne schenken M&amp;Ouml;CHTE!&amp;ldquo;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum hatte er diesen Entschluss gefasst, da war es auch schon wieder da:&amp;hellip;.dieses Gef&amp;uuml;hl&amp;hellip;.dieses unangenehm tief im Herzen dr&amp;uuml;ckende Gef&amp;uuml;hl, das er bisher nicht so recht einordnen konnte. Doch nun nahm es klare Formen an: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr P. hatte schon seit langer Zeit den Wunsch, seiner Frau zu sagen wie sehr er sie nach all den Jahren Ehe immer noch liebte!&lt;br /&gt;
Ihr zu sagen, wie bereichernd er ihre Gegenwart empfindet,&amp;hellip;&amp;hellip;wie wohl er sich bei ihr f&amp;uuml;hlt, wenn er abends von der Arbeit nach Hause kam,&amp;hellip;&amp;hellip;wie stolz er auf sie ist, dass sie den ganzen Haushalt so gut im Griff hat&amp;hellip;&amp;hellip;wie dankbar er ihr jedes mal ist, wenn er ein frisch gewaschenes und geb&amp;uuml;geltes Hemd aus dem Schrank anzog oder den leckeren Sonntagsbraten von ihr aufgetischt bekommt&amp;hellip;&amp;hellip;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber er tat es nicht.&lt;br /&gt;
Es fiel ihm einfach zu schwer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;bdquo;Warum f&amp;auml;llt mir das eigentlich so schwer?&amp;ldquo;&amp;hellip;.fragte er sich jetzt.&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&amp;bdquo;So ein Getue ist ein Weich-Ei-Geschwafel&amp;ldquo;&amp;hellip;raunte es von irgendwoher. &amp;bdquo;Du hast es nicht n&amp;ouml;tig, Dir derart vor Deiner Frau die Bl&amp;ouml;&amp;szlig;e zu geben&amp;hellip;&amp;ldquo;&lt;br /&gt;
Nein, das hatte er sicherlich nicht n&amp;ouml;tig !&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;Dennoch bedr&amp;uuml;ckte ihn die scheinbare Unf&amp;auml;higkeit, ihr eine derartige Liebeserkl&amp;auml;rung nicht machen zu k&amp;ouml;nnen,&amp;hellip;.. wenngleich er wusste, wie viel mehr Wert diese ausgedr&amp;uuml;ckten Worte haben w&amp;uuml;rden als s&amp;auml;mtliche Kostbarkeiten, die er ihr f&amp;uuml;r Geld h&amp;auml;tte kaufen k&amp;ouml;nnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angesichts dieser Unf&amp;auml;higkeit kamen in Herrn P. nun sehr schamhafte Gef&amp;uuml;hle hoch. Er stellte fest, dass er sich vor sich selbst sch&amp;auml;mte. &amp;bdquo;Das f&amp;uuml;hlt sich ja noch viel schlimmer an als die Vorstellung des Vorwurfes, ein Weich-Ei zu sein!&amp;ldquo;, dachte er und wurde innerlich ganz still. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;bdquo;Mein Entschluss steht fest!&amp;ldquo;&amp;hellip;..freute sich Herr P. nach einer kurzen Denkpause,&amp;nbsp; immer noch ein klein wenig z&amp;ouml;gerlich&amp;hellip;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P.S.&amp;nbsp; Das folgende Weihnachtsfest erlebte Herr P. fast genauso freudvoll und intensiv wie damals, als er noch ein kleiner Junge war.&lt;/p&gt;
</description>
<category>Gedanken im Wandel der Zeit</category>
<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 04:57:00+0200</pubDate>
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<item>
<title>Oma?s Ratschläge </title>
<link>http://www.psdoppelpunkt.de/blog/index.cfm/2008/10/22/Omas--Ratschlge</link>
<description>
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Nachdenklich stand Herr P. aus S. vor dem Grab seiner Gro&amp;szlig;mutter. Seit 15 Jahren war sie nun schon tot, und dennoch f&amp;uuml;hlte er noch heute immer wieder ihre Pr&amp;auml;sens&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;
Vor allem in Situationen die ihm unangenehm waren kamen ihm Oma&amp;acute;s Ratschl&amp;auml;ge .&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;in den Sinn, die sie immer parat hatte, was auch immer im Moment gerade angesagt war.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;bdquo;Kopf hoch, Junge&amp;hellip;..das wird schon wieder!&amp;ldquo;&amp;hellip;.wenn er deprimiert war.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;bdquo;Das ist doch alles nur halb so wild!&amp;ldquo;&amp;hellip;&amp;hellip;wenn er sich &amp;uuml;ber etwas aufregte.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;bdquo;Nun bleib aber mal auf dem Teppich!&amp;ldquo;&amp;hellip;.wenn er sich &amp;uuml;berschw&amp;auml;nglich freute.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;bdquo;Morgen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus!&amp;ldquo;&amp;hellip;.wenn er weinte.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Und Oma hatte immer Recht! &lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Immerhin war sie eine weise alte Dame mit Format. Ihr konnte keiner ein X f&amp;uuml;r ein U vormachen&amp;hellip;.so viel hatte sie schon erlebt.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Aber wohin hatten ihn &lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Oma&amp;acute;s Ratschl&amp;auml;ge gef&amp;uuml;hrt?!Wenn Herr P. heute deprimiert war, f&amp;uuml;hlte er gleichzeitig den Zwang, etwas dagegen&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;unternehmen zu m&amp;uuml;ssen. &lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Meist st&amp;uuml;rzte er sich dann in irgend eine Arbeit, um sich von diesem unangenehmen Gef&amp;uuml;hl abzulenken.&amp;hellip;&amp;hellip;immer mit dem Gedanken im Hintergrund: &amp;bdquo;Das wird schon wieder!&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&amp;nbsp;&lt;/o:p&gt;Wenn er sich &amp;uuml;ber etwas aufregte schw&amp;auml;chte er das Gef&amp;uuml;hl ab, indem er sich vor Augen f&amp;uuml;hrte, dass alles ja nur halb so schlimm sei und redete sich selbst ein, aus einer M&amp;uuml;cke einen Elefanten zu machen&amp;hellip;..wie l&amp;auml;cherlich die Aufregung im Grunde genommen doch war&amp;hellip;.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&amp;nbsp;&lt;/o:p&gt;Wenn er sich freute, schien es ihm unm&amp;ouml;glich zu sein, in diesem sch&amp;ouml;nen Gef&amp;uuml;hl zu verweilen. Es kam ihm so vor &lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;als habe er kein Recht darauf.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Besser schien es zu sein, sich mit den Problemen auseinander zu setzen, die immer und jederzeit vorhanden waren&amp;hellip;..auch dann noch, wenn er gerade mal aus irgend einem Grund gl&amp;uuml;cklich war. So war die Freude immer nur von kurzer Dauer und ein eher fl&amp;uuml;chtiges Gef&amp;uuml;hl am Rande.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&amp;nbsp;&lt;/o:p&gt;Wenn er weinte, f&amp;uuml;hle er sich erst recht wie ein Versager: Es gab doch gar keinen Grund dazu. Morgen w&amp;uuml;rde die Welt wieder anders aussehen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Nun wusste Herr P. aber, dass dem nicht so war.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&amp;nbsp;&lt;/o:p&gt;&amp;bdquo;Was hast Du mir denn da nur immer erz&amp;auml;hlt?!&amp;ldquo;&amp;hellip;.sagte Herr P. nun an Oma&amp;acute;s Grab.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&amp;bdquo;Immer habe ich Deine Worte im Kopf und siehe da&amp;hellip;..alles scheint dadurch umso schlimmer zu werden!&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&amp;nbsp;&lt;/o:p&gt;Herr P. dachte an die Zeit, als seine Gro&amp;szlig;mutter noch jung und er selbst noch gar nicht auf der Welt war. &amp;bdquo;Ja&amp;hellip;das m&amp;uuml;ssen wahrlich bittere Jahre gewesen sein&amp;ldquo;&amp;hellip;.gr&amp;uuml;belte er in sich hinein. &amp;bdquo;Damals muss es wohl eine gro&amp;szlig;e Herausforderung gewesen sein, den Dingen die Stirn zu bieten und sich nicht klein kriegen zu lassen von denen die versuchten, die Leute zu beugen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&amp;nbsp;&lt;/o:p&gt;Aber das war doch damals!&amp;ldquo;&amp;hellip;..sagte Herr P. zu seiner toten Gro&amp;szlig;mutter.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;bdquo;Heute sind es neue Herausforderungen, denen wir uns stellen m&amp;uuml;ssen. Und Deine Weisheiten von damals hindern mich daran, mich mit ihnen auseinander zu setzen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Wenn ich heute mal deprimiert bin, habe ich immer einen guten Grund daf&amp;uuml;r und habe das Recht darauf, mich so zu f&amp;uuml;hlen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&amp;nbsp;&lt;/o:p&gt;Dasselbe gilt, wenn ich mich aufrege. Ich bin k&amp;ouml;rperlich v&amp;ouml;llig gesund und mein Puls kann ruhig mal hochfahren, ohne dass es mich gleich umhaut.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&amp;nbsp;&lt;/o:p&gt;Ich will mich endlich mal wieder freuen k&amp;ouml;nnen wie ein Schneek&amp;ouml;nig, ohne irgendwelche Einschr&amp;auml;nkungen und Hintergedanken.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&amp;nbsp;&lt;/o:p&gt;Und wenn ich weine, dann habe ich auch daf&amp;uuml;r einen Grund. Was soll daran falsch sein, meinem traurigen Gef&amp;uuml;hl Ausdruck zu verleihen?&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&amp;nbsp;&lt;/o:p&gt;Herr P. aus S. f&amp;uuml;hlte einen gewaltigen Knoten in seinem Bauch, als w&amp;uuml;rde ihm ein schwerer Stein im Magen liegen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&amp;nbsp;&lt;/o:p&gt;&amp;bdquo;Deine Ratschl&amp;auml;ge &lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;von damals haben heute keine Aktualit&amp;auml;t mehr, Oma!&amp;ldquo;&amp;hellip;sagte Herr P. zu seiner Gro&amp;szlig;mutter. &amp;bdquo;Ich werde ihnen fortan keine Bedeutung mehr schenken! Sei mir bitte &lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;nicht b&amp;ouml;se Oma. Ich wei&amp;szlig;, Du hast es immer nur gut gemeint mit mir. Aber heute muss ich endlich mal damit anfangen, unabh&amp;auml;ngig von dem Einfluss den Du auf mich ausge&amp;uuml;bt hast, meinen eigenen Weg zu gehen.&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&amp;nbsp;&lt;/o:p&gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin verabschiedete sich Herr P. und verlie&amp;szlig; den Friedhof mit langsamen Schritten. Er f&amp;uuml;hlte sich sehr unwohl, in diesem Ton mit seiner Gro&amp;szlig;mutter gesprochen zu haben.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&amp;nbsp;&lt;/o:p&gt;&lt;strong style=&quot;&quot;&gt;P.S.:&lt;/strong&gt; Aus der Ferne vernahm Herr P. die Stimme seiner Gro&amp;szlig;mutter: &amp;bdquo;Guter Junge!&amp;ldquo;&amp;hellip;.h&amp;ouml;rte er sie fl&amp;uuml;stern. Herr P. l&amp;auml;chelte dankbar.&lt;/p&gt;
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<category>Gedanken im Wandel der Zeit</category>
<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 18:16:00+0200</pubDate>
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<title>Namenlose Begegnung </title>
<link>http://www.psdoppelpunkt.de/blog/index.cfm/2008/9/29/Namenlose-Begegnung</link>
<description>
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Es war Samstagnachmittag&amp;hellip;&amp;hellip;..Herr P. aus S. nutzte die Zeit f&amp;uuml;r einen entspannten Spaziergang im nahe gelegenen Stadtwald.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Nachdem er eine Weile gelaufen war sah er eine Parkbank und konnte der Versuchung nicht widerstehen, sich dort hin zu setzen und die friedliche Atmosph&amp;auml;re auf sich wirken zu lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Er genoss den Moment in vollen Z&amp;uuml;gen und sp&amp;uuml;rte einen tiefen Frieden in sich.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Irgendwann kam eine Frau auf ihn zu und fragte, ob sie sich neben ihn auf die Bank setzen d&amp;uuml;rfe.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;bdquo;Ja, selbstverst&amp;auml;ndlich&amp;ldquo; antwortete Herr P. und freute sich innerlich dar&amp;uuml;ber, nicht mehr alleine auf der Bank zu sitzen und die Anwesenheit der Frau wahrzunehmen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Es dauerte nicht lange, und die Frau begann ein freundliches Gespr&amp;auml;ch mit ihm. Herr P. wunderte sich selbst dar&amp;uuml;ber, wie angenehm er die Frau empfand. Sie wirkte so nat&amp;uuml;rlich und unverkrampft, wie Herr P. die Menschen sonst in seinem Alltag nur sehr selten erlebte.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Immer gab es eine unterschwellige Stimmung, die ihm aufs Gem&amp;uuml;t dr&amp;uuml;ckte und die Begegnung mit den Leuten etwas verkrampft erschienen lie&amp;szlig;.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Mit dieser Frau war es anders:&amp;hellip;keine unterschwellige Stimmung weit und breit. Einfach nur das Gef&amp;uuml;hl von liebevoller Aufrichtigkeit, Gelassenheit, Zufriedenheit&amp;hellip;.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Herr P. saugte die Stimmung in sich auf und nahm ein Vollbad darin. Er f&amp;uuml;hlte sich pudelwohl.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Nach einer Weile wollte Herr P. die Frau etwas pers&amp;ouml;nlicher kennen lernen und fragte sie nach ihrem Namen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;bdquo;Ich hei&amp;szlig;e Gabriele Mayer&amp;ldquo;&amp;hellip;..antwortete die Frau.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;bdquo;Ach du Schei&amp;szlig;e&amp;ldquo;&amp;hellip;..durchfuhr es Herrn P.:&amp;hellip;&amp;ldquo;Gabriele&amp;ldquo;&amp;hellip;&amp;hellip;so hie&amp;szlig; seine Tante, die ihn jedes Mal, als er noch ein Kind war, bet&amp;auml;tschelte und k&amp;uuml;sste und ihn wissen lie&amp;szlig;, was f&amp;uuml;r ein s&amp;uuml;&amp;szlig;er Junge er doch sei.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;bdquo;Mayer&amp;ldquo;&amp;hellip;..war noch schlimmer! So hie&amp;szlig; sein Chef mit dem er sich immer wieder auseinander setzten musste, weil der etwas anderes von ihm verlangte als das, was er tat. Herr P. hatte sich aber nie gewagt, seinem Vorgesetzten zu widersprechen, weshalb er in ihn immer als &amp;uuml;berm&amp;auml;chtigen Feind ansah.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Pl&amp;ouml;tzlich bemerkte Herr P. wie seine anf&amp;auml;nglich sympathische Zuneigung zu der Frau mit einem mal in Antipathie &amp;uuml;berging. Die Frau wirkte zusehends unsympathisch auf ihn. Dann sah er auch noch die un&amp;auml;sthetisch wirkenden Haare auf ihrer Oberlippe, die ihm bis dahin gar nicht aufgefallen waren. Au&amp;szlig;erdem stellte er fest, dass die Frisur &amp;uuml;berhaupt nicht zu ihrem Gesicht passte und das gesamte Erscheinungsbild einen Widerstand in ihm weckte. Nein&amp;hellip;.h&amp;uuml;bsch war sie nun wirklich nicht!&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Er f&amp;uuml;hlte sich sehr unwohl und wollte die Gegenwart dieser merkw&amp;uuml;rdigen Frau nicht l&amp;auml;nger ertragen m&amp;uuml;ssen. So verabschiedete er sich etwas unterk&amp;uuml;hlt von ihr mit der&lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Ausrede, er m&amp;uuml;sse jetzt nach Hause gehen und noch wichtige Unterlagen f&amp;uuml;r seine Arbeit vorbereiten.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Auf seinem Heimweg f&amp;uuml;hlte sich Herr P. &amp;auml;u&amp;szlig;erst unwohl.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;So endete der Nachmittag, der so angenehm begonnen hatte.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;In der Nacht tr&amp;auml;umte Herr P. von wundersch&amp;ouml;nen, kostbaren Landschaftsgem&amp;auml;lden, die in strahlenden Farben die herrliche Natur in seiner Umgebung darstellten.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Dann begann der Alptraum, als eine unsichtbare Hand einen riesigen, fetten Stempel mit tiefschwarzer Farbe auf die Gem&amp;auml;lde druckte.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Nun stand da in fetten Lettern: &amp;bdquo;Pr&amp;auml;dikat: WERTLOS!&amp;ldquo;.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;strong style=&quot;&quot;&gt;P.S.&lt;/strong&gt; &lt;span style=&quot;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Am n&amp;auml;chsten morgen erinnerte sich Herr P. sehr deutlich an seinen Traum. Unentwegt stellte er sich die Frage:&amp;nbsp; &amp;bdquo;Zu wem geh&amp;ouml;rte die unsichtbare Hand, die im Traum den Stempel bet&amp;auml;tigt hatte?!&amp;ldquo;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Gedanken im Wandel der Zeit</category>
<pubDate>Mon, 29 Sep 2008 17:44:00+0200</pubDate>
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<item>
<title>aber...eigentlich...irgendwie </title>
<link>http://www.psdoppelpunkt.de/blog/index.cfm/2008/8/18/gedanken_im_wandel_der_zeit</link>
<description>
&lt;p&gt;Da sa&amp;szlig; er nun also,&amp;hellip;.Herr P. aus S&amp;hellip;..desillusioniert und bar jeder Hoffnung.&lt;/p&gt;
&lt;div&gt;Den ganzen Tag war er nun schlecht gelaunt gewesen, ohne so recht zu wissen warum.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Darum g&amp;ouml;nnte er sich ausnahmsweise eine Pause im nahe gelegenen Park.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Er hatte das Gef&amp;uuml;hl als w&amp;uuml;rde sich die Erde unter ihm aufrei&amp;szlig;en und ihn hinweg ziehen, in ein tiefes schwarzes Loch.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Dabei hatte er doch immer versucht, alles richtig zu machen:&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Eine solide Berufsausbildung als Bankkaufmann,.&amp;hellip;..auch wenn es ihm &lt;em&gt;irgendwie&lt;/em&gt; nie so richtig Spa&amp;szlig; gemacht hat,&amp;hellip;.&lt;em&gt;aber&lt;/em&gt; &amp;nbsp;immerhin eine angesehene Stellung in der Gesellschaft einbrachte, mit der er &lt;em&gt;eigentlich&lt;/em&gt; ganz zufrieden war.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Eine h&amp;uuml;bsche Frau mit der er sich sehen lassen konnte,&amp;hellip;auch wenn die Leidenschaft dabei &lt;em&gt;irgendwie&lt;/em&gt; etwas kurz gekommen war&amp;hellip;.&lt;em&gt;eigentlich&lt;/em&gt; &amp;nbsp;mochte er stark gebaute Frauen&amp;hellip;&amp;hellip;&lt;em&gt;aber&lt;/em&gt; immerhin, seine Kumpels hatten ihn um sie beneidet.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Ein Haus hatte er gebaut im attraktivsten Neubaugebiet seiner Umgebung&amp;hellip;&amp;hellip;&lt;em&gt;eigentlich &lt;/em&gt;&amp;nbsp;hatte er immer davon getr&amp;auml;umt, ein altes Fachwerk-Haus zu kaufen und nach seinen Vorstellungen zu renovieren und restaurieren&amp;hellip;&amp;hellip;&lt;em&gt;aber &amp;nbsp;irgendwie&lt;/em&gt; &amp;nbsp;blieb es nur ein Traum.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Eine Familie hat er gegr&amp;uuml;ndet&amp;hellip;..zwei tolle Kinder&amp;hellip;&lt;em&gt;aber&lt;/em&gt;&amp;hellip;&amp;hellip;.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Derart vertieft in seinen Gedankenfluss fiel Herrn P. pl&amp;ouml;tzlich auf, wie sich darin st&amp;auml;ndig die&amp;nbsp;W&amp;ouml;rter &amp;bdquo;&lt;em&gt;aber&lt;/em&gt;&amp;ldquo;, &amp;bdquo;&lt;em&gt;irgendwie&lt;/em&gt;&amp;ldquo; und &amp;bdquo;&lt;em&gt;eigentlich&lt;/em&gt;&amp;ldquo; &amp;nbsp;wiederholten. Ganz&amp;nbsp;selbstverst&amp;auml;ndlich und unwillk&amp;uuml;rlich tauchten sie immer wieder auf.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Herr P. stellte selbstkritisch fest, dass diese Worte im Lauf der Jahre zu einem festen&amp;nbsp;Bestandteil seiner allt&amp;auml;glichen Gedanken geworden waren.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Intuitiv hatte er das Gef&amp;uuml;hl, dass es ihm aus seiner&amp;hellip;.mittlerweile schon fast chronisch gewordenen&amp;hellip;&amp;hellip;.schlechten Laune&amp;nbsp;heraus helfen k&amp;ouml;nnte, wenn er der Bedeutung dieser Worte auf den Grund gehen k&amp;ouml;nnte.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;em&gt;Aber&lt;/em&gt; es blieb bei dem Gef&amp;uuml;hl. Keine in Worte zu fassenden Gedanken folgten darauf.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;Gewohnheitsgem&amp;auml;&amp;szlig; besch&amp;auml;ftigte sich Herr P. daraufhin wieder mit seinen &lt;em&gt;eigentlichen&lt;/em&gt; Problemen: Wie sp&amp;auml;t ist es?.......Was muss ich heute noch alles erledigen ?.....Hat&amp;nbsp;meine Frau heute wieder so viel Geld beim Shoppen ausgegeben wie bei ihrem letzten Einkaufstripp?&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;em&gt;Eigentlich&lt;/em&gt; w&amp;auml;re Herr P. gerne noch auf der Parkbank sitzen geblieben, auf der &amp;nbsp;er sich gerade befand und wo ihm die Sonne so angenehm die Haut w&amp;auml;rmte w&amp;auml;hrend die Enten gem&amp;auml;chlich &amp;uuml;ber den See schwammen und die Blumen so sch&amp;ouml;n bunt und freundlich die friedliche Stimmung unterstrichen.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;em&gt;Aber&lt;/em&gt; die Zeit dr&amp;auml;ngte. &lt;em&gt;Irgendwie&lt;/em&gt; musste er sich endlich aufraffen - &amp;nbsp;um keinen &amp;Auml;rger zu bekommen und um den Dingen zu harren, die ihm heute noch bevorstanden. Mit resignierter Mine und einem schleppenden Schritt ging Herr P. zur&amp;uuml;ck zu seinem Auto.&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&amp;bdquo;&lt;em&gt;Aber eigentlich&lt;/em&gt; m&amp;uuml;sste das alles doch &lt;em&gt;irgendwie&lt;/em&gt; auch ANDERS gehen&amp;ldquo;&amp;hellip;.dachte Herr P. w&amp;auml;hrend dessen still bei sich.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div&gt;&lt;strong&gt;PS:&lt;/strong&gt; Ohne es bewusst wahrgenommen zu haben hatte sich an diesem Nachmittag im Park ein neues Empfinden mit au&amp;szlig;ergew&amp;ouml;hnlichen Konsequenzen in Herrn P. niedergelassen.&lt;/div&gt;
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<category>Gedanken im Wandel der Zeit</category>
<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 11:51:00+0200</pubDate>
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