Das Buch der Erinnerungen

Völlig erschöpft ließ sich Herr P. aus S. auf dem bequemen Sessel in seinem Arbeitszimmer fallen. Es war das Ende eines arbeitsreichen Tages. Viele Probleme waren aufgetaucht, sowohl privater  als auch beruflicher Natur. Aber vor allem die erneute Auseinandersetzung mit seiner Frau, die soeben in der Küche stattgefunden hatte, beeinträchtigten seine Stimmung sehr. Der Alltag hatte nun schon seit Jahren in ihre Beziehung Einzug gehalten und mit ihm eine Gefühlskälte die immer unerträglicher wurde. Im besten Fall lebten beide monoton nebeneinander her ohne viel miteinander zu reden. Im schlimmsten Fall, und das passierte sehr oft,  stritten sie sich lauthals.  Nun standen beide kurz vor der Trennung. Der Streit vorhin in der Küche hatte erstmals mit der beidseitigen Erklärung geendet, dass die Ehe geschieden werden soll.

Was war bloß geschehen? Was war mit der großen Liebe geschehen, die sie sich damals geschworen hatten und die bis in alle Ewigkeit währen sollte?  Jetzt, da das Thema „Scheidung“ so greifbar nahe war, wusste Herr P. mit aller Deutlichkeit, dass er seine Frau nicht verlieren wollte. Er liebte sie immer noch!  Herr P. stützte seine Ellenbogen auf den  Schreibtisch und vergrub seinen Kopf in seinen Händen.  Er konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Alles drehte sich nur noch. Verkrampft suchte  er nach Möglichkeiten seine Ehe zu retten. Schließlich war er ein hoch gebildeter und aufgeschlossener Mann, dem es jederzeit möglich war, Lösungen für Probleme aller Art zu finden.  All die Bücher hatte er gelesen.  Die großen Philosophen, Anthropologen, Naturwissenschaftler, Psychologen, Dichter und Denker reihten sich fein säuberlich in seinen zahlreichen Bücherregalen, auf die er nun einen Blick warf. „So viele Bücher – alle habe ich gelesen – und doch sitze ich nun hier und weiß nicht mehr ein noch aus“, dachte Herr P.

 Da fiel sein Blick auf einen Buchrücken, der offensichtlich zu einem Buch gehören musste, das sich hierhin verirrt hatte.  Der Buchrücken wirkte hell und freundlich. Dicke rote Blüten von Mohnblumen waren darauf zu erkennen. Herr P. ging zum Regal und zog das Buch heraus.  „Ach ja, das ist ja mein altes Fotoalbum“, dachte er. Nein, dieses Buch gehörte nun wirklich nicht in dieses Bücherregal. Es gehörte in den Wohnzimmerschrank, irgendwo zwischen der Weihnachts- und Osterdekoration, die seine Frau dort im obersten  Klapp-Fach verstaut hatte  und wo man nur mit Trittleiter hingelangen  konnte  weil es so hoch war.

Herr P. ging mit dem Fotoalbum zum Schreibtisch,  ließ sich dort nieder und begann zu blättern. Auf den ersten Seiten fand er Bilder von sich, auf denen er noch ein kleiner, unbeschwerter Junge war.  „Ja, das waren noch Zeiten“, dachte er. Damals wusste er noch nicht, wie die Welt funktioniert. Er hatte noch nichts gewusst von Urknall-Theorie, Evolutionsgeschichte und sonstigen Wissenschaften, geschweige denn von Adam und Eva.  So konnte er unbeschwert den Tag genießen und nur so war es ihm möglich, dieses Lächeln in seinem Gesicht zu erzeugen, dass frei war von jedem Konzept und jeder Strategie. Er lächelte, weil das Leben ihm Freude machte und nicht, um jemanden mit meinem Charme beeindrucken zu wollen. Es war eine Lebensfreude, wie sie nur ein unschuldiges Kind empfinden kann.

 „Unschuldiges Kind?“ Herr P. stolperte über seine eigenen Gedanken. „Heute bin ich aber doch immer noch unschuldig. Ich habe mir nichts zu Schulden kommen lassen – niemals!“ Dennoch musste es aber doch etwas gegeben haben, dass sich grundlegend in der Zeit des Erwachsenwerdens verändert hatte.  Der Blick des Herrn P. fiel wieder auf das Bücherregal. „Diese Bücher hatte ich alle noch nicht gelesen“, dachte Herr P. Nun versuchte er sich vorzustellen, er könne all sein Wissen für einen Moment vergessen, denn er wollte sich noch einmal so fühlen wie damals als kleiner Junge, der noch dieses natürliche, ehrliche  Lächeln zustande bringen konnte. Es funktionierte tatsächlich!  Herr P. erinnerte sich an die Zeit, als er noch keine Theorien kannte. Seine ganze Erfahrungswelt beschränkte sich auf sein eigenes, unmittelbares Erleben.

Herr P. erinnerte sich an das Steh-Auf-Männchen, das ihn als Kind so sehr ins  Staunen versetzt hatte.  Immer wieder hatte er es umgeworfen und jedes Mal stand es wieder auf, als wäre es auf seine Weise lebendig. Es war wie ein Zauber gewesen, den das Männchen umgeben hatte. Das Kind hatte in diesem Zauber eine magische Kraft verspürt die in den Dingen wohnte und sie belebte.  Doch dann kam Onkel Karl. Er kniete sich vor das spielende Kind,  nahm das Männchen  und sagte: „So, jetzt werde ich Dir mal zeigen wie sich das mit dem Zauber in Wirklichkeit verhält“. Scheinbar gefühllos drehte Onkel Karl das Männchen an seinem Schraubgewinde in der Mitte seines Bauches auf, entfernte die  darin liegende Gewicht-Kugel und schraubte die beiden Teile wieder zusammen.  „Versuch´s jetzt mal!“, forderte er den kleinen Jungen auf. Der Junge schubste wie gewohnt das Männchen um. Aber…..es stand nicht mehr auf. Wie auch, da ihm die Kugel entfernt wurde.  Onkel Karl erklärte dem Jungen die physikalische Wirkung, die dem Zauber zugrunde lag, klopfte ihm auf die Schulter und ging davon. Entzaubert war jetzt nicht nur das Steh-Auf-Männchen, sondern vor allem der kleine Junge.  „Keine Magie!, nichts mehr zum Staunen!“. Der Junge war sehr traurig. Es fühlte sich für ihn so an wie ein Hineinwachsen in eine Welt, die er sich so nicht gewünscht hätte. Aber er musste der nüchternen Realität ins Auge schauen und erwachsen werden.

Herr P. weinte, als er  nun diese Erinnerung in sich wach rief. Er fühlte in sich den starken Wunsch, über den Zauber wieder staunen zu können. Dieser Wunsch fühlte sich gut an. Er gab seinem Herz viel Kraft und Energie, die durch seinen ganzen Körper hindurch strömte bis hin in seinem Kopf, wo er eine Mischung aus Druck und Kribbeln verursachte. Dann stand Herr P. plötzlich und unvermittelt auf, ging in die Küche zu seiner Frau, umarmte sie stürmisch ohne Vorwarnung und küsste sie leidenschaftlich. Seine Frau war zunächst sehr überrascht, ließ sich dann  aber doch von Herrn P.´s Leidenschaft forttragen in eine Welt der Gefühle, in der so manches möglich ist, was im Erwachsenen-Alter in Vergesseinheit geraten ist.

PS: Als Herr P. später am Abend in den Spiegel sah erkannte er darin ein Lächeln, das mit  freundlicher Gesinnung und authentischer Natürlichkeit an das Lächeln des kleinen Jungen auf dem Foto erinnerte.

Ein Hausmeister geht in Rente

Ein Tag mit ganz merkwürdigen Eindrücken neigte sich dem Ende zu. Heute hatte in dem Unternehmen, für das Herr P. aus S. arbeitete, eine Betriebsversammlung statt gefunden.
Unter anderem stand auf der Tagesordnung: „Verabschiedung von Herrn. Krause“.  „Herr Krause? Kenn ich nicht. Wer ist das denn?“, hatte sich Herr P. gefragt.  Außerdem sollte den Mitarbeitern die neue Kollegin in der Führungsabteilung vorgestellt werden.

Herr P. hatte überhaupt keine Lust auf diese Versammlung, die erfahrungsgemäß immer äußerst langweilig verliefen. Gleichzeitig freute er sich aber auch, seinem öden Schreibtisch für ein par Stunden der bezahlten Arbeitszeit nicht sehen zu müssen.

Als alle Kolleginnen und Kollegen im großen Saal versammelt waren, wurde zunächst die neue Mitarbeiterin in der oberen Etage vorgestellt. Frau Schmid, war Ihr Name. Ihre Erscheinung verwirrte Herrn P. ein wenig. Sie sah überhaupt nicht so aus,  wie eine Führungskraft seiner Meinung nach auszusehen hat. Sie wirkte auf ihn völlig unscheinbar, wie eine kleine graue Maus. Ihre Kleidung war einfach und langweilig, überhaupt nicht elegant. Geschminkt war sie auch nicht, womit sie ihre weichen Gesichtszüge doch sicherlich ausdrucksstark hätte akzentuieren können, wie es Herr P. von Frauen in derartigen Positionen gewohnt war. Hätte man diese Frau als neue Mitarbeiterin in der Kantine vorgestellt, so wäre Herr P. weniger verwundert und irritiert gewesen.

Wie sich herausstellte, sollte es die erste öffentliche Amtshandlung dieser Frau sein, auf eben jener Betriebsversammlung Herrn Krause offiziell zu verabschieden. „Aha!“, dachte Herr P. „Jetzt erfahre ich auch mal, wer dieser Krause ist.“

Frau Schmid erzählte von einem Mann, der, aufgrund von Aussagen seiner Kollegen,  Jahrzehnte lang mit großer Kompetenz und Einsatzbereitschaft seinen Aufgaben nachgegangen ist. Durch seine Arbeit  wurden alle anderen Mitarbeiter des Unternehmens in die Lage versetzt, in einem effektiven und funktionierenden Umfeld ihre Aufgaben reibungslos wahrnehmen zu können.

Diese Ausführungen wurden für Herrn P. immer dubioser. Er konnte sich nicht vorstellen, in welcher Abteilung dieser Herr Krause gearbeitet haben sollte. Dann kam endlich des Rätsels Lösung: „Somit verabschieden wir heute Herrn Krause. Er ist ein Hausmeister mit Leib und Seele,“ sagte Frau Schmid.

Hausmeister mit Leib und Seele? Große Kompetenz und Einsatzbereitschaft? Gewährleistet ein effektives und funktionierendes Arbeitsumfeld?  Herr P. brauchte einen Moment, um die verschiedenen Informationen in einen zusammenhängenden Kontext zu bringen.
„Wow!“, bemerkte er dann bewundernd. „Die Frau hat ja Recht!“. In Gedanken versuchte er sich vorzustellen, wie das Unternehmen heute wohl da stehen würde, wenn Herr Krause seine Arbeit nicht gemacht hätte.

Als er sich später wieder in seinem Büro befand, bemerkte er, dass die Heizung lief. Das Licht brannte. Zum ersten mal bemerkte er bewusst den ordentlich verlegten Kabelkanal an der Fußleiste und erinnerte sich an den Kabelsalat bei ihm zu Hause hinter seinem Schreibtisch, auf dem sein Computer stand. Er schaute sich aufmerksam die Jalousie an, die er sehr oft betätigte, weil sich der Raum auf der Südseite des Gebäudes befand.

Für Herrn P. war es immer eine Selbstverständlichkeit gewesen, dass diese Dinge gewährleistet sind. Nie hatte er an einen Menschen gedacht, der hinter dies bewerkstelligt. Klar, Herr Krause hat in den Büros immer nur dann gearbeitet, wenn Herr P. schon Feierabend hatte oder im Urlaub war. Er war ihm nie persönlich begegnet.
Plötzlich dachte Herr er an eine Vielzahl von Menschen, die ihre Arbeit machten, von der er selbst profitierte, sie aber nie zu Gesicht bekam. Die Leute von der Müllabfuhr, die Briefträger, die Straßenkehrer, die Leute von den Putzkolonnen, und viele mehr.
Ohne sie je gesehen zu haben empfand Herr P. nun eine große Dankbarkeit für diese Menschen die Arbeiten verrichteten, für die er sich selbst nicht hergeben wollte. 

PS. Auf seinem Heimweg kam Herrn P. die unscheinbare Frau Schmid in ihrer neuen Führungsposition wieder in den Sinn. „Klasse Frau!“, dachte er. 

 

 

Gute Vorsätze, oder: Herr P. aus S. entdeckt die Liebe

In letzter Zeit hatte Herr P. aus S. sich immer wieder Gedanken darüber gemacht, was ihm gut tut und was ihm nicht gut tut. In erster Linie handelte es sich dabei um Gefühle, die mit gewissen Situationen einher gingen.


Als passionierter Bürokrat hatte er sogar eine Tabelle erstellt. „Gut“ und „Böse“ lauteten die Überschriften der beiden Spalten. Damit verfolgte Herr P. die Absicht, beide Gefühls-Dimensionen  genauestens voneinander zu trennen und sich im neuen Jahr ganz und gar auf die guten Gefühle zu fokussieren. Die  Bösen, bzw. Schlechten, wollte er auf diese Weise  nach und nach ganz aus seinem Leben verbannen. 


Als Herr P. sich die Tabelle nun so anschaute kamen ihm unwillkürlich Erinnerungen an seinen letzten Urlaub in den Sinn, den er auf Bali verbracht hatte.
Ganz fasziniert hatte er einen Schaukampf zwischen dem guten Gott Barong und der bösen Göttin Rangda verfolgt. Selbstverständlich war er davon ausgegangen, dass der gute Barong gewinnen würde und war ganz verwirrt, als der Kampf unentschieden ausgegangen war.
 „Aber einer muß doch gewinnen!“ hatte er vor sich hin gemault. Er hatte es kaum ertragen können, dass an seinem inneren  Weltbild derart gerüttelt wurde.


Sein Bild von der Welt  sah so aus, dass das Gute immer über das Böse siegen würde. So wurde es ihm ja schon als kleines Kind gelehrt, in den Märchen, die immer ein Happy End hatten.  Und auch heute noch mochte er keine Filme oder Romane oder sonstige Geschichten, in denen das Böse siegte, oder schlimmer noch, es sich gar um ein offenes Ende handelte.


Nicht zuletzt wurde ihm dieses Bild Weltbild auch von der Kirche bestätigt. Immerhin hatte Herr P. eine ordentliche, katholische Erziehung genossen.
Na ja, genossen hatte er es eigentlich nicht gerade. Es war eher seine Mutter gewesen, die ihn da hin geschickt hatte, damit aus ihm ein „ordentlicher Mensch“ wird. Für ihn selbst war es mehr eine unangenehme Pflicht gewesen, all die Gebete und Lieder  auswendig lernen zu müssen, damit er sie im Gottesdienst schön mit der Gemeinde runter rasseln konnte.
Aber immerhin: Damit hatte er sich selbst vor der Kirchengemeinde (und vor seiner Mutter)  als braves Mitglied des „rechten Weges“ erweisen  können  und sich somit die gesellschaftliche Ehrbarkeit und Anerkennung innerhalb der Gemeinde erworben, woran ihm (oder seiner Mutter?) doch so viel gelegen hatte.


Dieses  christlich-katholisch geprägte Weltbild von Herrn P., in dem das Gute über das Böse siegt, so wie Jesus eben dem Teufel widersteht,  stand nun  ganz im Gegensatz zum Weltbild der balinesischen Hindu-Dharma-Religion, in der das Gleichgewicht zwischen beiden Kräften dargestellt  wird.

Herr P. rief sich die Geschichte der Begegnung des guten Jesus mit dem bösen Teufel noch mal in Erinnerung: 
„In der berühmten Versuchungsgeschichte erzählt die Bibel, wie Jesus selbst dem Teufel begegnet. Es ereignet sich in der Wüste, der Teufel führt Jesus auf einen hohen Berg. Dort zeigt er ihm alle "Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit", wie es im Matthäusevangelium heißt. Der Teufel sagt: "Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest."
Jesus aber hält dem Bösen ein Zitat aus der Bibel entgegen: "Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen!" Damit war die Prüfung bestanden und der Teufel verließ ihn.“


Ein aufregender Gedankenblitz durchzuckte Herrn P.:  „Was war es denn nun wirklich, das den Teufel beschwichtigt hat ?“
Immerhin stand da nichts geschrieben, dass der böse Teufel sich der übermäßigen Stärke des guten Jesus gebeugt hätte. Die Rede handelte einzig und allein davon, nur Gott dem Herrn zu dienen. Und dass es auf der Welt nur einen einzigen Gott gibt, ob nun auf Bali oder sonst wo, das wusste Herr P.  immerhin sehr genau. „Und für  was steht nun dieser Gott in allen Religionen weltweit?“ fragte er sich.


„Die Liebe !...Ist doch klar !“ brach es aus Herrn P. heraus.  „Dann war sie es auch, die den Teufel beschwichtigt hatte.“  So passte denn nun auch alles wieder in sein Weltbild.:
„Gott liebt einfach,…..alles und jeden,  Rangda und Barong gleichermaßen. Er macht keinen Unterschied zwischen Gut und Böse, richtig und falsch, statt dessen vereinigt er sie in der Rolle des Vaters beider Rivalen.
Gott (die Liebe!) ist das scheinbar fehlende Bindeglied zwischen allem, was der Mensch in seinem grenzenlosen Separatismus fein säuberlich von einander getrennt hat. Sie fehlt aber eben nur „scheinbar!“, weil ICH die Liebe  in Grenzen hinein gezwungen habe.  Eben jene Grenzen, die jeder einzelne Mensch ganz eigenmächtig und individuell-subjektiv, je nach Herkunft und moralischer  Erziehung in Gut und Böse, angenehm und unangenehm eingeteilt hat“.


„Puh….das erklärt natürlich vieles“…dachte Herr P. Bisher hatte er  noch nicht verstanden gehabt, warum die Menschen weltweit so unterschiedlich sein konnten in Sachen Moral und Gesinnung……Große Welten rund um den Erdball, ....kleine Welten innerhalb seiner erfahrbaren Umwelt,...... und noch kleinere Welten, innerhalb seiner selbst.
Etwas schamhaft musste Herr P. sich sogar eingestehen, dass er selbst die Liebe auf eine Romanze zwischen Mann und Frau reduziert hatte.  Das schien ihm aber  nach kurzer Überlegung  durchaus verzeihbar…..hatte er es doch überall in den Märchen und Filmen und sonstigen Medien ausschließlich so gelernt. Einen darüber hinaus gehenden Aspekt hatte er bisher immer als kitschig-sentimental abgeurteilt. „Was für ein dramtischer Fehler“…..


Nun fiel der Blick des Herrn P. wieder auf seine Tabelle, für die er sich so viel Mühe gegeben hatte und die immer noch lange nicht vollständig war.
Mit einem großen Gefühl der Erleichterung nahm er das Stück Papier, zerriß es in zwei Hälften und warf sie in das lodernde Feuer, das warm im Kamin neben ihm brannte.
Herr P. beobachtete, wie die Papierfetzen sich entflammten und sich in staubige Asche verwandelten. Er nahm den Schürhaken und stocherte in der heißen Glut, bis schließlich die Asche des Papiers nicht mehr von der Asche des Feuerholzes zu unterscheiden war und kehrte an seinen Schreibtisch zurück.

P.S.  Anstelle der Fortsetzung der Tabelle schrieb er als Überschrift auf das vor ihm liegende Blatt  Papier den Titel:  „Wie Jesus im Teufel seinen Bruder erkannte“.

 

Auch wenn es nichts nützt

In einer fernen Zukunft da sah sie das Licht
In einer anderen Galaxie, Du errätst es nicht.

Farben die leuchten und glitzern im Dunkeln
Verschluckt durch das Schwarze, die Schwere-los-zieht.

Im Garten der Liebe baut sie sich ein Haus
Es schleichen die Diebe dem Schatten voraus.

So fand ich sie sitzen
Gedanken die blitzten
Die Hand aufgestützt
auch wenn es nichts nützt.

Es vergingen die Jahre
die Stirn zog sich kraus
Ergraut warn die Haare
und doch kam nichts raus.

Da sitzt sie noch heute
und grübelt und denkt,
dass der Mensch handelt
-  und Gott lenkt.

(Herr N. aus M.) 

Zur Erinnerung !

Nun hat der Tag dich müd gemacht.
Soll dein schulisches Verlangen
freundlich die gestirnte Nacht
wie ein müdes Kind empfangen.


Hände, lasst von allem Tun,
Stirn, vergiß du alles Denken,
alle deine Sinne nun
sollen sich in Schlummer senken.


Und die Seele unbewacht
Soll in freien Flügen schweben,
um im Zauberkreis der Nacht
still und tausendfach zu leben.

(Günter T. aus F. †)

Es weihnachtet ...

Wie jedes Jahr um diese Zeit, wenn die Tage kurz und die Nächte immer länger werden, machte sich Herr P. aus S. Gedanken, was er denn nun seiner Frau zu Weihnachten schenken könnte.

Er hatte schon seit einigen Tagen in diversen Zeitschriften, Prospekten, Schaufenstern und auch im Internet herumgestöbert. Hier und da waren auch ein par Dinge dabei, die ihr wahrscheinlich gefallen könnten. Diese dienten jedoch meist zur Erleichterung der Hausarbeit, die sie tagein tagaus verrichtete.  Aber gerade dieser Umstand gefiel Herrn P. nicht !

Er wollte ihr keine Freude machen, mit der er ihr die Arbeit erleichtern konnte, die sie notgedrungen erledigte……zum großen Teil für ihn erledigte !!

Schließlich wusste er ja, dass sie für ihn den deftigen Braten in den Ofen schieben würde, der in dem angebotenen, schick aussehenden und funktionell erscheinenden Bratgefäß sicher sehr lecker schmecken würde. ….seine Frau legte gar keinen Wert auf  Fleisch.

Es waren seine Hemden, die sie mit dem neumodischen Dampfbügeleisen unter erleichterten Bedingungen würde bügeln können.

„Warum muss die Frau denn auch immer so wunschlos sein ?“….fragte sich Herr P.
„Warum weiß Sie den Wert von edlen Schmuck oder Parfum nicht zu schätzen ? Wieso muss ihr einziges Hobby ausgerechnet der Chorgesang sein, wofür man keine weiteren Utensilien braucht…?“

Wenn Herr P. sie mal fragte, was sie sich  wünschte, bekam er immer nur Dinge genannt, die man für Geld nicht kaufen kann:….das klassische „Glück und Gesundheit“. „Na toll“…gab Herr er dann jedes mal  zur Antwort.

Irgendwann hatte Herr P. dann eine Idee zu einer ganz anderen Herangehensweise an die Frage nach dem richtigen Geschenk:  „Wenn sie mir nicht  sagt, was ich ihr schenken kann, dann schenke ich ihr einfach das, was ICH ihr gerne schenken MÖCHTE!“

Kaum hatte er diesen Entschluss gefasst, da war es auch schon wieder da:….dieses Gefühl….dieses unangenehm tief im Herzen drückende Gefühl, das er bisher nicht so recht einordnen konnte. Doch nun nahm es klare Formen an:

Herr P. hatte schon seit langer Zeit den Wunsch, seiner Frau zu sagen wie sehr er sie nach all den Jahren Ehe immer noch liebte!
Ihr zu sagen, wie bereichernd er ihre Gegenwart empfindet,……wie wohl er sich bei ihr fühlt, wenn er abends von der Arbeit nach Hause kam,……wie stolz er auf sie ist, dass sie den ganzen Haushalt so gut im Griff hat……wie dankbar er ihr jedes mal ist, wenn er ein frisch gewaschenes und gebügeltes Hemd aus dem Schrank anzog oder den leckeren Sonntagsbraten von ihr aufgetischt bekommt……

Aber er tat es nicht.
Es fiel ihm einfach zu schwer.

„Warum fällt mir das eigentlich so schwer?“….fragte er sich jetzt.
 „So ein Getue ist ein Weich-Ei-Geschwafel“…raunte es von irgendwoher. „Du hast es nicht nötig, Dir derart vor Deiner Frau die Blöße zu geben…“
Nein, das hatte er sicherlich nicht nötig !

 Dennoch bedrückte ihn die scheinbare Unfähigkeit, ihr eine derartige Liebeserklärung nicht machen zu können,….. wenngleich er wusste, wie viel mehr Wert diese ausgedrückten Worte haben würden als sämtliche Kostbarkeiten, die er ihr für Geld hätte kaufen können.

Angesichts dieser Unfähigkeit kamen in Herrn P. nun sehr schamhafte Gefühle hoch. Er stellte fest, dass er sich vor sich selbst schämte. „Das fühlt sich ja noch viel schlimmer an als die Vorstellung des Vorwurfes, ein Weich-Ei zu sein!“, dachte er und wurde innerlich ganz still.

„Mein Entschluss steht fest!“…..freute sich Herr P. nach einer kurzen Denkpause,  immer noch ein klein wenig zögerlich….

P.S.  Das folgende Weihnachtsfest erlebte Herr P. fast genauso freudvoll und intensiv wie damals, als er noch ein kleiner Junge war.

Oma´s Ratschläge

Nachdenklich stand Herr P. aus S. vor dem Grab seiner Großmutter. Seit 15 Jahren war sie nun schon tot, und dennoch fühlte er noch heute immer wieder ihre Präsens
Vor allem in Situationen die ihm unangenehm waren kamen ihm Oma´s Ratschläge .

in den Sinn, die sie immer parat hatte, was auch immer im Moment gerade angesagt war.

„Kopf hoch, Junge…..das wird schon wieder!“….wenn er deprimiert war.

„Das ist doch alles nur halb so wild!“……wenn er sich über etwas aufregte.

„Nun bleib aber mal auf dem Teppich!“….wenn er sich überschwänglich freute.

„Morgen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus!“….wenn er weinte.

Und Oma hatte immer Recht!  Immerhin war sie eine weise alte Dame mit Format. Ihr konnte keiner ein X für ein U vormachen….so viel hatte sie schon erlebt.

Aber wohin hatten ihn  Oma´s Ratschläge geführt?!Wenn Herr P. heute deprimiert war, fühlte er gleichzeitig den Zwang, etwas dagegen   unternehmen zu müssen.  Meist stürzte er sich dann in irgend eine Arbeit, um sich von diesem unangenehmen Gefühl abzulenken.……immer mit dem Gedanken im Hintergrund: „Das wird schon wieder!“.

 Wenn er sich über etwas aufregte schwächte er das Gefühl ab, indem er sich vor Augen führte, dass alles ja nur halb so schlimm sei und redete sich selbst ein, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen…..wie lächerlich die Aufregung im Grunde genommen doch war….

 Wenn er sich freute, schien es ihm unmöglich zu sein, in diesem schönen Gefühl zu verweilen. Es kam ihm so vor  als habe er kein Recht darauf.

Besser schien es zu sein, sich mit den Problemen auseinander zu setzen, die immer und jederzeit vorhanden waren…..auch dann noch, wenn er gerade mal aus irgend einem Grund glücklich war. So war die Freude immer nur von kurzer Dauer und ein eher flüchtiges Gefühl am Rande.

 Wenn er weinte, fühle er sich erst recht wie ein Versager: Es gab doch gar keinen Grund dazu. Morgen würde die Welt wieder anders aussehen.

Nun wusste Herr P. aber, dass dem nicht so war.

 „Was hast Du mir denn da nur immer erzählt?!“….sagte Herr P. nun an Oma´s Grab.

 „Immer habe ich Deine Worte im Kopf und siehe da…..alles scheint dadurch umso schlimmer zu werden!“

 Herr P. dachte an die Zeit, als seine Großmutter noch jung und er selbst noch gar nicht auf der Welt war. „Ja…das müssen wahrlich bittere Jahre gewesen sein“….grübelte er in sich hinein. „Damals muss es wohl eine große Herausforderung gewesen sein, den Dingen die Stirn zu bieten und sich nicht klein kriegen zu lassen von denen die versuchten, die Leute zu beugen.

 Aber das war doch damals!“…..sagte Herr P. zu seiner toten Großmutter.

„Heute sind es neue Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Und Deine Weisheiten von damals hindern mich daran, mich mit ihnen auseinander zu setzen.

Wenn ich heute mal deprimiert bin, habe ich immer einen guten Grund dafür und habe das Recht darauf, mich so zu fühlen.

 Dasselbe gilt, wenn ich mich aufrege. Ich bin körperlich völlig gesund und mein Puls kann ruhig mal hochfahren, ohne dass es mich gleich umhaut.

 Ich will mich endlich mal wieder freuen können wie ein Schneekönig, ohne irgendwelche Einschränkungen und Hintergedanken.

 Und wenn ich weine, dann habe ich auch dafür einen Grund. Was soll daran falsch sein, meinem traurigen Gefühl Ausdruck zu verleihen?“.

 Herr P. aus S. fühlte einen gewaltigen Knoten in seinem Bauch, als würde ihm ein schwerer Stein im Magen liegen.

 „Deine Ratschläge  von damals haben heute keine Aktualität mehr, Oma!“…sagte Herr P. zu seiner Großmutter. „Ich werde ihnen fortan keine Bedeutung mehr schenken! Sei mir bitte  nicht böse Oma. Ich weiß, Du hast es immer nur gut gemeint mit mir. Aber heute muss ich endlich mal damit anfangen, unabhängig von dem Einfluss den Du auf mich ausgeübt hast, meinen eigenen Weg zu gehen.“

 
Daraufhin verabschiedete sich Herr P. und verließ den Friedhof mit langsamen Schritten. Er fühlte sich sehr unwohl, in diesem Ton mit seiner Großmutter gesprochen zu haben.

 P.S.: Aus der Ferne vernahm Herr P. die Stimme seiner Großmutter: „Guter Junge!“….hörte er sie flüstern. Herr P. lächelte dankbar.

Namenlose Begegnung

Es war Samstagnachmittag……..Herr P. aus S. nutzte die Zeit für einen entspannten Spaziergang im nahe gelegenen Stadtwald.

Nachdem er eine Weile gelaufen war sah er eine Parkbank und konnte der Versuchung nicht widerstehen, sich dort hin zu setzen und die friedliche Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Er genoss den Moment in vollen Zügen und spürte einen tiefen Frieden in sich.

Irgendwann kam eine Frau auf ihn zu und fragte, ob sie sich neben ihn auf die Bank setzen dürfe.

„Ja, selbstverständlich“ antwortete Herr P. und freute sich innerlich darüber, nicht mehr alleine auf der Bank zu sitzen und die Anwesenheit der Frau wahrzunehmen.

Es dauerte nicht lange, und die Frau begann ein freundliches Gespräch mit ihm. Herr P. wunderte sich selbst darüber, wie angenehm er die Frau empfand. Sie wirkte so natürlich und unverkrampft, wie Herr P. die Menschen sonst in seinem Alltag nur sehr selten erlebte.

Immer gab es eine unterschwellige Stimmung, die ihm aufs Gemüt drückte und die Begegnung mit den Leuten etwas verkrampft erschienen ließ.

Mit dieser Frau war es anders:…keine unterschwellige Stimmung weit und breit. Einfach nur das Gefühl von liebevoller Aufrichtigkeit, Gelassenheit, Zufriedenheit….

Herr P. saugte die Stimmung in sich auf und nahm ein Vollbad darin. Er fühlte sich pudelwohl.

Nach einer Weile wollte Herr P. die Frau etwas persönlicher kennen lernen und fragte sie nach ihrem Namen.

„Ich heiße Gabriele Mayer“…..antwortete die Frau.

„Ach du Scheiße“…..durchfuhr es Herrn P.:…“Gabriele“……so hieß seine Tante, die ihn jedes Mal, als er noch ein Kind war, betätschelte und küsste und ihn wissen ließ, was für ein süßer Junge er doch sei.

„Mayer“…..war noch schlimmer! So hieß sein Chef mit dem er sich immer wieder auseinander setzten musste, weil der etwas anderes von ihm verlangte als das, was er tat. Herr P. hatte sich aber nie gewagt, seinem Vorgesetzten zu widersprechen, weshalb er in ihn immer als übermächtigen Feind ansah.

Plötzlich bemerkte Herr P. wie seine anfänglich sympathische Zuneigung zu der Frau mit einem mal in Antipathie überging. Die Frau wirkte zusehends unsympathisch auf ihn. Dann sah er auch noch die unästhetisch wirkenden Haare auf ihrer Oberlippe, die ihm bis dahin gar nicht aufgefallen waren. Außerdem stellte er fest, dass die Frisur überhaupt nicht zu ihrem Gesicht passte und das gesamte Erscheinungsbild einen Widerstand in ihm weckte. Nein….hübsch war sie nun wirklich nicht!

Er fühlte sich sehr unwohl und wollte die Gegenwart dieser merkwürdigen Frau nicht länger ertragen müssen. So verabschiedete er sich etwas unterkühlt von ihr mit der  Ausrede, er müsse jetzt nach Hause gehen und noch wichtige Unterlagen für seine Arbeit vorbereiten.

Auf seinem Heimweg fühlte sich Herr P. äußerst unwohl.

So endete der Nachmittag, der so angenehm begonnen hatte.

In der Nacht träumte Herr P. von wunderschönen, kostbaren Landschaftsgemälden, die in strahlenden Farben die herrliche Natur in seiner Umgebung darstellten.

Dann begann der Alptraum, als eine unsichtbare Hand einen riesigen, fetten Stempel mit tiefschwarzer Farbe auf die Gemälde druckte.

Nun stand da in fetten Lettern: „Prädikat: WERTLOS!“.

P.S.  Am nächsten morgen erinnerte sich Herr P. sehr deutlich an seinen Traum. Unentwegt stellte er sich die Frage:  „Zu wem gehörte die unsichtbare Hand, die im Traum den Stempel betätigt hatte?!“

 

 

 

aber...eigentlich...irgendwie

Da saß er nun also,….Herr P. aus S…..desillusioniert und bar jeder Hoffnung.

Den ganzen Tag war er nun schlecht gelaunt gewesen, ohne so recht zu wissen warum.
Darum gönnte er sich ausnahmsweise eine Pause im nahe gelegenen Park.
 
Er hatte das Gefühl als würde sich die Erde unter ihm aufreißen und ihn hinweg ziehen, in ein tiefes schwarzes Loch.
 
Dabei hatte er doch immer versucht, alles richtig zu machen:
 
Eine solide Berufsausbildung als Bankkaufmann,.…..auch wenn es ihm irgendwie nie so richtig Spaß gemacht hat,….aber  immerhin eine angesehene Stellung in der Gesellschaft einbrachte, mit der er eigentlich ganz zufrieden war.
 
Eine hübsche Frau mit der er sich sehen lassen konnte,…auch wenn die Leidenschaft dabei irgendwie etwas kurz gekommen war….eigentlich  mochte er stark gebaute Frauen……aber immerhin, seine Kumpels hatten ihn um sie beneidet.
 
Ein Haus hatte er gebaut im attraktivsten Neubaugebiet seiner Umgebung……eigentlich  hatte er immer davon geträumt, ein altes Fachwerk-Haus zu kaufen und nach seinen Vorstellungen zu renovieren und restaurieren……aber  irgendwie  blieb es nur ein Traum.
 
Eine Familie hat er gegründet…..zwei tolle Kinder…aber…….
 
Derart vertieft in seinen Gedankenfluss fiel Herrn P. plötzlich auf, wie sich darin ständig die Wörter „aber“, „irgendwie“ und „eigentlich“  wiederholten. Ganz selbstverständlich und unwillkürlich tauchten sie immer wieder auf.
 
Herr P. stellte selbstkritisch fest, dass diese Worte im Lauf der Jahre zu einem festen Bestandteil seiner alltäglichen Gedanken geworden waren.
 
Intuitiv hatte er das Gefühl, dass es ihm aus seiner….mittlerweile schon fast chronisch gewordenen…….schlechten Laune heraus helfen könnte, wenn er der Bedeutung dieser Worte auf den Grund gehen könnte.
 
Aber es blieb bei dem Gefühl. Keine in Worte zu fassenden Gedanken folgten darauf.
 
Gewohnheitsgemäß beschäftigte sich Herr P. daraufhin wieder mit seinen eigentlichen Problemen: Wie spät ist es?.......Was muss ich heute noch alles erledigen ?.....Hat meine Frau heute wieder so viel Geld beim Shoppen ausgegeben wie bei ihrem letzten Einkaufstripp?
 
Eigentlich wäre Herr P. gerne noch auf der Parkbank sitzen geblieben, auf der  er sich gerade befand und wo ihm die Sonne so angenehm die Haut wärmte während die Enten gemächlich über den See schwammen und die Blumen so schön bunt und freundlich die friedliche Stimmung unterstrichen.
 
 Aber die Zeit drängte. Irgendwie musste er sich endlich aufraffen -  um keinen Ärger zu bekommen und um den Dingen zu harren, die ihm heute noch bevorstanden. Mit resignierter Mine und einem schleppenden Schritt ging Herr P. zurück zu seinem Auto.
 
 „Aber eigentlich müsste das alles doch irgendwie auch ANDERS gehen“….dachte Herr P. während dessen still bei sich. 
 
PS: Ohne es bewusst wahrgenommen zu haben hatte sich an diesem Nachmittag im Park ein neues Empfinden mit außergewöhnlichen Konsequenzen in Herrn P. niedergelassen.

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